Schülerbeförderung mit Elektroschulbus

ab 05. September 2016 | ökonomisch fair · ökologisch sinnvoll

Emissionsfreie Schülerbeförderung

Allee Allee auf Rügen – Photo: Frank T. Sonneborn

Trent   Pünktlich zum Schuljahresbeginn am 05. September soll auf Rügens Alleen ein lärm- und abgasfreier Elektroschulbus rollen und Kinder zur Schule nach Dreschvitz befördern.
Zur Finanzierung des Busses haben die Initiatoren des Projekts e-chauffiert.de das Modell der Schwarmfinanzierung – Crowdfunding – gewählt. Ist zuerst die Anschaffung eines Busses geplant, so ist schon jetzt die Erweiterung der Idee angedacht.

Sammeln für elektrischen Schulbus

Rund 250 000 € wird er kosten, der Bus, der mit Beginn des neuen Schuljahres Kinder aus der Region West-Rügen zur Schule nach Dreschvitz befördern soll.
... Schwarmfinanzierung ...
Die Vorteile eines Batteriebusses gegenüber Omnibussen mit Verbrennungsmotor sind vor allem der abgasfreie und geräuscharme Betrieb, die bessere Beschleunigung sowie die Möglichkeit zur Rückgewinnung von Bremsenergie (Rekuperation). Mit einem Verbrauch von etwa 0,7 bis 1,5 kWh/km sind die Energiekosten im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug als sehr gering zu betrachten.
Die Effektivität von Elektrofahrzeugen im Allgemeinen erklärt sich daraus, daß ein moderner Dieselmotor knapp mehr als 30 % der eingesetzten Energie in Bewegung umsetzt. Elektromotoren hingegen vermögen rund 90 % und mehr der elektrischen Energie auf die Straße zu bringen.
Die wirtschaftlichen Vorteile ergeben sich aus dem Wegfall einer großen Menge an Komponenten im Fahrzeug selbst, die Mechanik ist weit weniger anfällig als in Verbrennungsfahrzeugen.
Der vergleichsweise hohen Investitionssumme stehen im Betrieb des Bussses deutlich geringere Betriebskosten gegenüber, so daß der höhere Kaufpreis nach wenigen Jahren der Nutzung amortisiert ist.
Elektromobilität ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es hat sich das Bewußtsein eingestellt, daß Mobilität mit Elektrofahrzeugen an Ort und Stelle keinerlei Schadstoffe emittiert, sofern zur Ladung der Fahrzeugbatterien regenerative Energiequellen herangezogen werden.
In den Jahren 92 bis 96 des letzten Jahrhunderts war Rügen Testfeld für die Erprobung von Elektrofahrzeugen „der neuesten Generation“. Das Ergebnis des Versuchs wurde und wird so unterschiedlich gelesen und interpretiert, wie es grundsätzliche Meinungen zur elektrisch angetriebenen Fortbewegung gibt.
Heute hat Elektromobilität noch immer keinen nennenswerten Einzug gehalten in den Alltag auf Deutschlands größtem Eiland; vielversprechende Vorstöße aus der jüngeren Vergangenheit blieben unrealisiert.
Teile Rügens sowie die vorgelagerte Insel Hiddensee gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Per Definition sind Nationalparks „[…] großflächige Gebiete mit besonders wertvoller, ursprünglicher Naturlandschaft, die in großen Teilen vom Menschen nicht oder wenig beeinflusst sind. In Nationalparks darf sich die Natur frei entfalten und sich nach eigenen Gesetzen entwickeln“ (Quelle: Nationalparkamt Vorpommern).
Was empfiehlt sich hier mehr als der Einsatz eines Elektrobusses?!